Aromatherapie

Ein Teilgebiet der Phytotherapie stellt die Aromatherapie dar. Dabei ist das Ziel der Therapie die Hilfe ätherischer Öle, die nachweislich die physische sowie psychische Gesundheit beeinflussen. Dabei kann die Aromatherapie in unterschiedlichen Arten und Weisen durchgeführt werden: Etwa im Rahmen der Selbstbehandlung und der professionellen Behandlung; die Aromatherapie stellt auch im Bereich der Krankenpflege (sogenannte Aromapflege) einen nicht unwesentlichen Teil dar.

Geschichtliches

Die Aromatherapie zählt zu den ältesten Therapieverfahren, die der Mensch kennt und wurde bereits zu Zeiten des antiken Griechenlands und bei den alten Ägyptern angewendet. Schon in der frühen Menschheitsgeschichte war relativ schnell klar, dass Duftstoffe durchaus Krankheiten vorbeugen oder lindern können. Während vor Jahrhunderten noch mit Pflanzen therapiert wurde, basieren die heutigen Aromatherapien auf ätherischen Ölen. René Maurice Gattefossé, ein französischer Chemiker, gilt heute als der Urvater der Aromatherapie. Er behandelte seine eigenen Verbrennungen mit Lavendelöl und konnte einen schnellen sowie narbenfreien Heilungserfolg dokumentieren. Auch während des Zweiten Weltkriegs waren Behandlungen mit ätherischen Ölen an der Tagesordnung.

Anwendung und Wirkungsweise

Heute basiert die Aromatherapie auf empirischen Erkenntnissen. Dabei sind es vorwiegend wissenschaftliche Studien (Kite 1998, Wilkenson 1999), die dokumentieren konnten, dass ätherische Öle entspannend und beruhigend wirken. Zur Ausübung sind medizinische Berufsgruppen, die eine Zusatzausbildung - etwa Ärzte, Psychotherapeuten, Heilpraktiker, Krankenpfleger - haben, berechtigt. Die Behandlungen erfolgen im Rahmen von Massagen, Bädern oder auch Geruchspflastern und Dampfinhalatoren. Es gibt auch orale Anwendungen, die vorwiegend in Tropfenform zur Anwendung gelangen.

Warnhinweise und Nebenwirkungen

Wichtig ist die sorgfältige Dosierung der ätherischen Öle. Viele Pflanzen, die zudem verwendet werden, sind unbekannt; es gibt daher in vielen Fällen keine Studien über Wirkung oder Nebenwirkungen. Vor allem fernöstliche Produkte, die kaum einen Nachweis über Bestandteile haben, gelten oft als Gefahr. Während der Schwangerschaft ist eine Anwendung nicht empfehlenswert. Auch geschwächte Personen und Kleinkinder sollten, wenn sie mit ätherischen Ölen behandelt werden, vorsichtig sein. Bei Kindern wurden immer wieder Krämpfe dokumentiert; auch Leberschäden und Hautreizungen sind möglich. Auch Epileptiker, die sich für Aromatherapien interessierten, sollten vorsichtig sein; die ätherischen Öle können sehr wohl auch Anfälle verursachen. Menschen, die mitunter an verschiedenen Allergien leiden, sollten vor der Behandlung testen, ob sie allergisch auf die Therapie reagieren. Dabei empfiehlt es sich, wenige Tropfen auf die Haut zu träufeln und abzuwarten, ob der Körper allergische Reaktionen auslöst oder nicht.

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