Die Bedeutung der Hautanalyse

Mit einer Vorher/Nachher-­Dokumentation können Kosmetik-Fachkräfte ihre Kunden am besten von der Wirkung einer Behandlung überzeugen. Zahlen und Fakten sprechen für sich.

Hautmessungen sind nicht nur für die kosmetische Industrie wichtig. Diese kann mithilfe entsprechender Methoden die Produkteffektivität testen und vergleichen. Kosmetikinstitute bedienen sich der Hautmessung, um ihre Kunden an sich zu binden und Neukunden zu generieren. Hautmessungen dienen bei den kosmetischen Instituten unter anderem der Protokollierung von Behandlungsgebnissen über eine längere Zeitdauer. Solche Daten schaffen Vertrauen bei den Kundinnen. Möglichkeiten, Kunden zu überzeugen, sind auch durch moderne Geräte und Technologien zu erzielen. Der Kunde erwartet, dass die Messergebnisse nicht mit seinen eigenen Wahrnehmungen kollidieren. Tun sie es doch, sind überzeugende Erklärungsansätze nötig.

Viele Kunden sehen zum Beispiel die Feuchtigkeit der Haut durch die hautglättende Wirkung bestimmter Hautpflegemittel als erhöht an. Tatsächlich kann lediglich ein undurchlässiger Lipidfilm auf der Hautoberfläche vorhanden sein. Physiologisch aufgebaute Hautpräparate, die keine Filmbildung nach sich ziehen, erzeugen zwar keine glatte Hautoberfläche. Sie ermöglichen jedoch eine deutlich bessere Regenerationsfähigkeit der Hautzellen.

Ehrlicherweise möchte ich anmerken, dass Wirksamkeitsmessungen unmittelbar nach einer kosmetischen Behandlung praktisch keinen Wert haben. Ähnlich muss man Hautanalysen beurteilen, die unmittelbar auf eine Abreinigung erfolgen. Besser ist es, zwei Stunden zu warten. Messergebnisse werden im Übrigen von diversen Faktoren beeinflusst - zum Beispiel von

- der Lufttemperatur
- der Luftfeuchte
- der Tageszeit
- der Jahreszeit
- dem Zeitpunkt der letzten Flüssigkeitsaufnahme
- der Art der zugeführten Flüssigkeit
- der Häufigkeit der Hautreinigung
- der Art der dabei benutzten Hautreinigungsmittel
- dem persönlichen Hormonstatus
- dem Arzneimittelkonsum
- zeitgleich unternommenen Diäten
- der Häufigkeit und Dauer von Sonneneinstrahlung
- oder dem Nikotinkonsum

Kein Kosmetikinstitut kann all diese Variablen immer berücksichtigen. Trotzdem müssen sie in gewissem Rahmen Berücksichtigung finden - vor allem, wenn eine Behandlung keine ausreichenden Effekte erzielt. Bei industriellen Studien müssen zuerst alle Probanden über mehrere Stunden unter gleiche Bedingungen gestellt werden. Sonst wären die Testergebnisse nicht vergleichbar.

Der Nutzen der Messparameter

Was die Langzeiteffekte kosmetischer Behandlungen angeht, sind subjektive Wahrnehmungen oder Messungen, die nach dem Auftragen kosmetischer Produkte ausgeführt werden, nutzlos. Man kann sie nur über längere Zeiträume der Behandlung erheben. Zum Vergleich sind verlässliche Standards notwendig. Die Messungen sollten auch nach der Beendigung der Behandlungsdauer fortgeführt werden. Effekte stellen sich oftmals erst in der Zeit nach einer kosmetischen Behandlung ein. Führt man Messungen erst einen oder zwei Tage nach der kosmetischen Behandlung aus, können die "Auswasch-Effekte" besser erkannt werden. Daraus kann man ersehen, ob die aufgebrachten Wirkstoffe der Haut tatsächlich zur Verfügung stehen, ob sie ihr tatsächlich zugutekommen oder nicht.

Zeige 2 von 2 Objekten

Anzahl:
Sortieren nach:
Reihenfolge: