Kosmetika

In Deutschland sind Kosmetika über ihre Zweckbestimmung definiert. Demzufolge versteht man unter kosmetischen Mitteln Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen, die äußerlich am Körper des Menschen oder in seiner Mundhöhle angewendet werden.

Kosmetika sollen reinigen und pflegen und dienen dazu, die äußere Erscheinung eines Menschen, einschließlich des Körpergeruchs, den persönlichen Wünschen entsprechend zu beeinflussen. Die Linderung oder Heilung von Beschwerden steht nicht im Vordergrund. Daher sind Kosmetika zwar kennzeichnungs-, nicht jedoch zulassungspflichtig. Trotz dieser Unterscheidung ist eine präzise Abgrenzung zwischen Kosmetika und Arzneimitteln häufig nicht einfach.

Anwendung, Wirkung und Gebrauch von Kosmetika

Kosmetika lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Präparate mit pflegender Wirkung und Präparate mit dekorativer Wirkung. Pflegende Kosmetika sollen den Körper reinigen und schützen. Ihre wichtigsten Funktionen sind die Pflege von Haut und Haar, die Mund- und Zahnpflege sowie die Beeinflussung des Körpergeruchs. Zur dekorativen Kosmetik hingegen gehören beispielsweise Make-Up fürs Gesicht, Nagellack und Mittel zur Selbstbräunung.

Vor allem pflegende Kosmetika ähneln in ihrer Wirkung häufig sogenannten topischen, also lokal angewendeten Arzneimitteln. Dies ist beispielsweise bei Pflegemitteln für gereizte Haut der Fall, die Arzneicremes gegen entzündliche Hauterkrankungen ähnlich sind, sowie bei der kosmetischen Behandlung unreiner Haut verglichen mit der medizinischen Behandlung gegen Akne. Sich ähnelnde Wirkweisen von Arzneimitteln und kosmetischen Produkten kommen teilweise dadurch zustande, dass diese die gleichen Grundsubstanzen beinhalten. So finden arzneilich wirksame Stoffe wie Harnstoff und Nachtkerzenöl bei beidem Verwendung. Außerdem gibt es Kosmetika, die die äußere Erscheinung gerade durch ihre positive Wirkung auf körperliche Mangel- oder Überfunktionen beeinflussen und in dieser Hinsicht Ähnlichkeiten zu Arzneimitteln aufweisen.

Pflanzliche, natürliche und chemische Formen und Typen von Kosmetika

Die EU legt die Regeln für die Herstellung von Kosmetika fest. Sie gibt die Kennzeichnungspflicht für die Inhaltsstoffe vor und macht den Hersteller oder den Importeur für die Verträglichkeit der Produkte verantwortlich. Außerdem verbietet sie die Durchführung von Tierversuchen für toxikologische Tests.

Mehr als 8000 verschiedene Stoffe sind als Inhaltsstoffe für Kosmetika zugelassen. Viele davon sind äußerst umstritten. Die meisten klassischen Hautpflegeprodukte beinhalten Emulsionen aus Wasser und chemisch stark gefilterten Mineralölen. Um Mischungen aus Öl und Fett stabil zu halten, sind häufig Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Silikone oder Nanopartikel enthalten. Diese Stoffe sind zwar sehr verbreitet, werden aber immer unbeliebter.

Hier kann Naturkosmetik eine Alternative darstellen. Es gibt allerdings keine allgemeingültige Definition für Naturkosmetik. Eine Vielzahl an Siegeln bescheinigen jedoch die Freiheit von Mineralöl oder Konservierungsmitteln oder die Verwendung pflanzlicher Rohstoffe aus biologischem Anbau. Die fehlenden Richtlinien erschweren die qualitative Einschätzung von Naturkosmetika in vielen Fällen.

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