Naturkosmetik

Auf dem Kosmetikmarkt gibt es drei verschiedene Sparten, nämlich Herkömmliche Kosmetik, Naturnahe Kosmetik (Phyto- und Pflanzenkosmetik) und Natur- und Reformkosmetik. "Natürliche" Kosmetikprodukte liegen im Trend. Die Hersteller buhlen mehr und mehr um die Gunst der Käufer. In den letzten Jahren hat sich der Markt dafür um die Hälfte verdoppelt. Etwas darunter liegt der Markt für die Naturnahe Kosmetik. Somit spielt Natürliche Kosmetik hierzulande eine sehr große Rolle.

Der Begriff "Naturkosmetik" wird gemeinhin verbunden mit folgenden Eigenschaften:

- Inhaltsstoffe stammen aus biologischem Anbau
- Verwendung von (im Vergleich zu pflanzlichen Ölen hochpreisigerem) Mineralöl (Paraffinum Liquidum)
- Für das Produkt wurden keine Tierversuche durchgeführt

Es ist jedoch schwierig, den Begriff "Naturkosmetik" allgemeingültig zu definieren, gerade weil die Worte "pflanzlich" und "natürlich" auf dem Markt heute sehr häufig verwendet werden. Generell ist es für Hersteller möglich, ihre Ware als "Naturkosmetik" zu vermarkten, sofern diese Wirkstoffe pflanzlicher Art beinhaltet. Dabei ist es gleichgültig, wie gering die Menge der pflanzlichen Wirkstoffe ist.

Damit Naturprodukte schneller zu erkennen sind, existieren unabhängige Zertifikate. Die Bedingungen, nach denen diese vergeben werden, sind jedoch recht verschieden. Hierbei geht es vor allem um Inhaltsstoffe und die Herkunft der Produkte. In Frankreich gibt es beispielsweise die Prüfsiegel "EcoCert" sowie "cosmebio", in Belgien das NaTrue-­Siegel, vergeben vom Verband der Kosmetikhersteller.

Hierzulande existiert beispielsweise das Prüfzeichen des BDIH (Bundesverband Deutscher Industrie-­ und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel e.V.), das für Kunden von Naturkosmetik eine Orientierung möglich macht. Mittlerweile ist das Siegel, das eine stilisierte Pflanze abbildet, auf einer Vielzahl von Produkten zu finden. Das Prüfzeichen BDIH ist im Jahr 2001 zusammen mit Naturkosmetikherstellern eingeführt worden. Ein Naturprodukt kann es nach der Prüfung durch ein unabhängiges Institut erhalten, sofern die enthaltenen Rohstoffe die Standards des BDIH erfüllen. Die Bedingungen des BDIH lauten, dass die Rohstoffe, die in Naturkosmetik enthalten sind, auf eine bestimmte Art und Weise gewonnen und auch verarbeitet wurden. Auch der Tier- und Artenschutz ist in die Regelungen eingegangen.

Da Kosmetikprodukte täglich an die Haut kommen, müssen die verwendeten Inhaltsstoffe gut verträglich sein. Prüfsiegel für Naturkosmetikprodukte erfordern daher folgende Voraussetzungen:

- Verwendung von natürlichen Farbstoffen
- Verwendung von Pflanzenölen anstatt Paraffine sowie ein Verzicht auf Mineralöle

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